In-Time Verbandszeug für jeden Kämpfer

Alle Larper kennen die Situation: Der große Angriff, Schlachtenlärm, Hektik - Zack! Die erste Wunde ist geschlagen. Außer Gefecht gesetzt liegt man im Gras und ruft "Heiler! Heiler!".

So weit so gut. Doch was passiert dann? Mmmh... In der Regel kommt der nächste Magier gerannt, nuschelt eine Formel und - Plopp! - schon ist man wieder fit zum Weiterfighten!

NEEEE! Pappnasig, oder?!

Dieses kleine Medikit soll der Einstieg für eine ganze Sequenz an Spielangeboten sein:
- Bin ich verwundet, rufe ich einen Feldscher. Der wird in meinem Medikit alles finden was er braucht um mich zu stabilisieren; Alkohol zum desinfizieren (innen und aussen ;-) ), Verbandsmaterial und eine Klebewunde.
- Dann such ich mir zwei starke Mitstreiter, die mich erstmal sicher zurück ins Lazarett bringen.
- Zum Schluss hol ich mir dann einen Magier, Kleriker oder Medicus, der dann endlich meine Wunde ordentlich versorgt.

...so schnell hab ich 4 Leute bespaßt mit nur einer Kampfverletzung. Und wenn jetzt auch noch der Medicus und der Feldscher ein Kupfer von mir bekommen, freuen die sich auch noch über Umsatz und Anerkennung.

   Firstaid1

   Hier seht Ihr das Medikit. Es ist aus Stoff, funktioniert wie eine Werkzeugrolle und wird nach dem Einrollen einfach zugeknöpft.

Gegegbenenfalls muss man je nach Packdicke einen weiteren Knopf annähen um die Rolldicke variieren zu können, alternativ wäre ein Riemen und eine Schnalle denkbar. Da in der Regel aber immer das Gleiche im Paket ist, reicht normalerweise ein Knopf.

Der blaue Mond ist quasi das Ak'Maranter Äquivalent zum roten Kreuz. Er ist das Zeichen Lunas, der Göttin der Heilung und der Gnade, und auch das Zeichen des Ordens der Waldbergenser, ein Heilerorden, der in Lunas Namen arbeitet.

Ich habe als Söldner das Medikit einfach an mein Schwertgehänge befestigt, da dies sowieso immer am Mann ist. Somit ist das Ding immer griffbereit für mich und meine Kameraden.
  
   Firstaid3

   Aufgeklappt sieht das Medikit so aus:

Eigentlich ist es nur eine breite Stoffbahn, auf der eine zweite, schmalere Bahn aufegnäht wird um die Schlaufen zu bilden. Die breite Bahn wird an den Rändern einmal umgenäht um seitliche Laschen zu bilden, die verhindern sollen, dass der Inhalt im zugerollten Zustand herausfallen kann.

Nachdem die Gürtelschlaufe auf der Rückseite angenäht ist (s. Bild 3), können wir die schmale Stoffbahn oben einmal fixieren. Dann legen wir den ersten Gegenstand unter das Schlaufband und fixieren es knapp mit einer Stecknadel. Dann nehmen wir den Gegenstand wieder raus und die Schlaufe wird festgenäht!

Nächsten Gegenstand einlegen, festpinnen, rausnehmen, festnähen usw. usw...

In meinem Medikit befinden sich von oben nach unten: Alkoholfläschchen, Verband und ein kleines Fach für Klebewunden. Wie man sieht ist darunter noch Platz und Schlaufenband übrig. Ich habe es nur eingefaltet und mit einer Sicherheitsnadel festgesteckt. Somit kann ich später noch weitere Schlaufen für zukünftige Ausrüstungsgegenstände einnähen.
  
   Firstaid2

   Auf der Rückseite ist einfach eine breite Gürtelschlaufe aufgesetzt. Hier ist sie mit einer gelben Kordel am Schwertgehänge festgebunden, eine Befestigung am Gürtel, Rucksack oder mir einem Riemen am Oberarm ist aber genauso möglich.

Hier sieht man auch recht gut wie die Seitenlaschen (könnten beim nächsten Mal etwas breiter sein) den Inhalt vom seitlichen Herausrutschen bewahrt.